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Montag, 2024-04-22

Huch- der Boden lebt!

 

Oder: Vom Blatt zu guter Erde - wie geht das?

So ein Blatt hat es nicht leicht, sobald es erst einmal vom Baum gefallen ist. Der Regen setzt ihm zu und beginnt mit der Zerkleinerung. Dann machen Käfer und Pilze weiter, immer kleiner und kleiner. Dann Schnecken und Milben, und Asseln, und Tausendfüßler, und, und, und... Bis irgendwann die Regenwürmer die winzigen Teilchen verzehren und sie endlich als feinsten Humus ausscheiden. Hm, Boden riecht richtig gut.

Ein rasantes Spiel, bei dem große und kleine Expeditionsteilnehmer mitmachten, verdeutlichte den Vorgang. Eigentlich waren die Jungforscher ja schon ein bisschen müde vom Rennen, aber nach einer kleinen Pause ging es an die Ausgrabung. Mit Spaten und Pinsel „bewaffnet“ breiteten sie einen Spatenstich des besten Waldbodens auf einer Plane aus. So entdeckten und zählten sie, und kartierten alle möglichen Tiere.

Maulwurf und Maus fanden die Kinder zwar nicht -die zwei wollten wohl diesmal nicht mitspielen-, doch auch ohne sie kamen allerhand zusammen. „Wieviele Billionen von Lebenwesen mögen wohl in diesem Stück Boden wohnen ?“ fragt Patricia Cantarella und zeigt auf ein zuvor abgemessenes Stück Waldboden.

„Billionen - Die Zahl kann sich keiner vorstellen, nicht wahr? Also riesig viele Lebewesen, die aber alle zusammen nur ganz wenig wiegen, weil sie klein und leicht sind. Sie wiegen nämlich genau so viel wie das hier!“ Jedes Kind darf die beiden Tafeln Schokolade, die Patricia „herzaubert“, in der Hand wiegen – und dann dürfen wir alle davon kosten. Womit bewiesen wäre: Boden erforschen schmeckt!