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Mittwoch, 2026-09-30

Ochsenaugenlichtung

Aktiv für Mensch und Natur

Im Schlosspark Herten haben die NABU Mitglieder Ralph Bernatz und Heinz
Horneberg die Brennessel und Knöterichbestände entfernt.
Nun können die wunderschönen Blütenbestände der  Ochsenaugen ihre volle
Schönheit entfalten.
Das erfreut die Besucher des Schlossparks und besonders die Insektenwelt
hat ihren Nutzen davon.

Baumfällungen im Hertener Volkspark

In der Vorstandssitzung des NABU Herten am 1.März 2011 wurde die Pressemitteilung der Hertener Allgemeinen vom 28.02.2011 betitelt "Im Katzenbusch knattern die Kettensägen" heftig diskutiert.

Folgendes entnehmen wir der Stellungnahme der Stadt:

Die Vermarktung des Holzes steht vermutlich eher im Vordergrund als die Pflege des Waldes durch erforderliche Auslichtung. Ohne Rücksicht auf das Ökosystem des Waldes wird eine Lawine losgetreten. Gibt es eigentlich eine Planung für die Parkanlage Katzenbusch, die die faunistischen Belange berücksichtigt, oder handelt es sich hier um einen Waldbestand mit wirtschaftlicher Nutzung?

In diesem Artikel wird der Bürger erneut mit fadenscheinigen Argumenten überschüttet.
Vollmundig wird erklärt, dass besonderer Wert auf den Artenschutz gelegt werde.
Da erhebt sich für den NABU eine Reihe von Fragen:

Welches Büro wurde mit der Erfassung beauftragt?


Wissen diese Experten, dass Fledermausquartiere nur in der warmen Jahreszeit mit speziellen Geräten erfasst werden können?
Sind wirklich keine Höhlenbäume festgestellt worden? Und wo ist dies dokumentiert?
Werden die Rodungsarbeiten naturschutzfachlich begleitet, um sicher zu gehen, dass wirklich keine Quartiere betroffen sind?
 Warum können die Arbeiten nicht in den Herbst verschoben werden – dies würde Fledermäusen und Brutvögeln nützen?

Wissen die Experten, dass inzwischen die Kurzstreckenzieher in der Vogelwelt – wie z.B.  Misteldrossel, Singdrossel und Rotkehlchen mit der Balz und Nistplatzsuche begonnen haben?
Wissen die Experten, dass spezielle Waldbewohner wie z. B. Spechte, Kleiber und Baumläufer jetzt ebenfalls ihre hohe Zeit haben?

Wenn diese und weitere Fragen mit ja beantwortet werden, dann müssten die Fachleute bedenken, dass der Zeitraum des Eingriffes äußerst schlecht gewählt wurde.

Die Verantwortlichen beim ZBH sollten berücksichtigen, dass es für das Ökosystem Wald besonders wichtig ist, dass auch alte Bäume vorhanden sind, dass es stehendes Totholz gibt, und dass vorhandene Höhlen und Spechtbäume erhalten bleiben.

Wir als Verband erkennen mehr und mehr, dass unsere Meinung bei Rat und Verwaltung nur lästig ist. Zum Schluss noch einmal die Frage, warum werden die Naturschutzverbände nicht beteiligt? Und warum erfolgt die Information über die Zeitung so kurzfristig?

Für den Vorstand  Herbert Beste