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Mittwoch, 2026-09-30

Die Geschichte vom Blutbär / Jakobs- Kreuzkraut- Bären

Geheimnisse der Natur  - auch in Herten

 

Vorab die erforderliche allgemeine Information : Das Jakobs-Kreuzkraut mit dem wissenschaftlichen Namen Senecio jacobaea ist ein Korbblütengewächs mit kräftig gelben Blütenköpfen in doldenartigen Rispen ständen. Die Pflanze wächst aufrecht und wird bis zu 100 cm hoch.

Zu  finden ist sie auf Mähwiesen, Magerrasen, Wegrändern und auf Brachland. Die ganze Pflanze mit allen ihren Teilen produziert giftige Alkaloide, und wird auf Wiesen von den Haustieren gemieden. Allerdings bei der Heufütterung können dennoch Vergiftungen vorkommen, wobei Wiederkäuer wiederstandsfähiger gegen das Gift sind. (Literatur Roth/Daunderer/Kormann: Giftpflanzen Pflanzengifte)

Ein kleiner rotgefärbter Nachtfalter (Warnfarbe)namens Jakobs-Kreuzkraut-Bär oder auch Blut-Bär nutzt die giftige Pflanze als sichere Kinderstube. Die Raupen sind unter den Bärenspinnern einzigartig gefärbt, sie sind schwarz gelb geringelt –eine typische Warnfärbung ,die sogenannte Wespentracht-.Weil sie giftig sind, können sie es sich leisten, gesellig beisammen zu bleiben. Erst im halberwachsenem Zustand verteilen sie sich stärker im Gebiet Grosse Ansammlungen wurden  am 30. Juni auf einer Wiese im Schlosswald gesichtet.

Die Raupen verpuppen sich im Juli/August im oder dicht über den Boden in einem lockeren Kokon, in dem die Puppe danach überwintert.

 

Bilder : Bernhard Renke 30. Juni 2011

Text : Herbert Beste