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Mittwoch, 2026-09-30

Die Pflanze des Monats August

Bild: Herbert Beste

Der schwarze Holunder
(Sambucus nigra)

Der schwarze Holunder ist eine nährstoffliebende Pflanze. Deshalb fand man sie schon früh im Bereich menschlicher Ansiedlungen, und zwar:

  • - auf nährstoffreichen Böden
  • - an sonnigen Böschungen
  • - an Waldrändern und Hecken
  • - auf Schuttplätzen und Bahndämmen
  • - an alten Bauernhäusern

Holunder gedeiht besonders gut dort, wo Abfall hinterlassen wird. Die Pflanze kann verschiedenartig eingesetzt werden: als kleiner Baum bis 4m hoch oder als Strauch in der Hecke. (Den jährlichen Rückschnitt verträgt sie sehr gut.)

Der Holunder hat im Mai tellerförmige, cremefarbige Blüten, die einen süßlichen Duft versprühen. ("Deutscher Flieder"). Deshalb werden die Blüten von Käfern, Wespen und Fliegen besucht und bestäubt. Da hier allerdings kein Nektar vorhanden ist, werden sie von Bienen und Hummeln gemieden.

Seit alten Zeiten dienen die Blüten der Zubereitung von Tee, Saft, Sekt und von Massageöl sowie als Badezusatz.
Das Köstlichste aus den Blüten sind "Hollerküchlein". (Die Blüten werden in Bierteig getaucht und in Fett ausgebacken).

Die Früchte reifen Ende August. Roh sind diese leicht giftig, aber gekocht sind sie ein Wundermittel. Holundersaft ist allgemein bekannt als hervorragendes Mittel gegen Erkältungen. Weiterhin lassen sich hieraus Gelee oder Marmelade zubereiten.

Allerdings sollte man mit der Ernte nicht zu lange warten, denn allein 62 Vogelarten mögen Holunderbeeren "zum Fressen gern".

Darüber hinaus lassen sich die Blätter als Dünger nutzen.
Schon seit Urzeiten wurde der Strauch (Baum)als grüner Hüter von Haus, Hof und Garten verehrt. Er war in germanischer Vorzeit Frau Holle geweiht.

Wie treffend klingt da auch dieser alte Reim:

  • " Rinde, Beere, Blatt und Blüte,
  • Jeder Teil ist Kraft und Güte,
  • Jeder Teil ist segensvoll. "