Pflanze des Monats Januar
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Haselstrauch (Corylus avellana)
Vor 9000 Jahren nach der letzten Eiszeit gab es in Mitteleuropa riesige Ausdehnungen der Haselsträucher (Haselzeit).Der Strauch wird 2-6 m hoch und steht im Erscheinungsbild zwischen Baum und Strauch. Ein besonderes Erkennungsmerkmal ist seine Vielstämmigkeit. Er bevorzugt lichte Wälder, Waldränder und Hecken sowie sommerwarme, trockene Gegenden. Auch der Haselstrauch ist wie der Holunder häufig im Bereich menschlicher Siedlungen zu finden. So ist es nicht verwunderlich, dass schon seit Menschengedenken eine kulturgeschichtliche Verwobenheit zwischen Mensch und Strauch besteht. Hier sei nur an die Verwendung als Wünschelrute erinnert.
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Die Heuschnupfensaison ist eröffnet
Schon im Januar / Februar vor dem Laubaustrieb, wenn die Witterung noch unbeständig ist, blühen die Sträucher. Während dieser Zeit halten sich die meisten Insekten noch zurück. Für die Haselsträucher hat Mutter Natur die Windbestäubung erdacht Die Blüten haben es daher nicht nötig mit Nektar zu locken. Eine weitere Besonderheit ist, dass die männlichen und weiblichen Blüten getrennt auf einem Strauch sitzen. Die bis 10 cm langen männlichen Blütenkätzchen verschütten ungeheuer viel Pollen und fallen, nachdem sie ihre Pflicht getan haben ab ( Heuschnupfen ). Die winzigen weiblichen Blüten sehen aus wie kleine Knospen. Wer aber näher hinsieht, entdeckt die winzige rote klebrige Narbe, aus der sich die Nuss entwickelt.
Bereits die Steinzeitnomaden schätzten die fett- und energiereiche Sammlernahrung. Die Nüsse werden von Kleibern, Hähern und Eichhörnchen verbreitet.
Übrigens leben von Haselsträuchern 112 Insekten und 33 Säugetiere. Es erübrigt sich über den Nutzen für unsere Vogelwelt zu sprechen.
Die Nüsse als Samen neuer Haselsträucher werden von Kleibern, Hähern und Eichhörnchen für den Wintervorrat deponiert beziehungsweise vergaben. Aus den übrig gebliebenen Kernen erwachsen neue Haselsträucher. So sorgt Mutter Natur mit immer neuen Tricks für den Fortbestand aller Geschöpfe. In der freien Natur siedeln sich im Umfeld der lichten Haselsträucher dichte Herden der Schneeglöckchen an Damit ist der Haselstrauch für den naturnahen Garten unentbehrlich, zumal er einen Form- und Rückschnitt gut verträgt.



