Pflanze des Monats Februar
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Die Kornelkirsche (Cornus mas)
Die Herkunft dieses Strauchs ist eigentlich mediterran. Ihr natürlicher Verbreitungsraum reicht nach Norden bis zum Rheinland. Dort bevorzugt er trockene Standorte im Hügelland. Deswegen sind die Namen Herlitze und Dirlitze bei uns kaum bekannt.
Wegen seiner Anspruchslosigkeit gehört dieses Gehölz zum Standard unserer Neupflanzungen an Straßen, Hecken in der freien Landschaft.
Zeitgleich mit dem Schneeglöckchen eröffnet die Kornelkirsche den Reigen der Vorfrühlingsblüher, die zur Bestäubung auf Insekten angewiesen sind. Die Bekannte Salweide, zeigt dann zwar auch ihre berühmten "Miezekätzchen" aber Nektar und Pollen sind dort noch wohl verpackt.
Die Blüten des gelben Hartriegels zeigen sich ebenfalls vor der Belaubung.
Obwohl bei der Kornelkirsche die vier manchmal fünf Kronenblätter nur 2-3 mm lang sind, fallen sie durch ihre leuchtend gelbe Farbe auf. Zumal an einem Stiel auf einer kugeligen Dolde 25 Blüten sitzen können, die - wenn auch recht winzig - reichlich Nektar und Pollen spenden.
Deswegen tragen zur Befruchtung an kühleren Tagen Schwebfliegen, Wildbienen und Hummeln, an wärmeren, sonnigen Tagen auch Honigbienen bei.
Das Holz ist hart und fest, so dass schon unsere Vorfahren daraus Lanzenschäfte herstellten. Je nach Standort kann diese Cornusart 2-5 m hoch werden.
Nach der Blüte ist der Strauch über und über mit bis zu 8 cm langen Blättern übersät, die den Stamm völlig den Blicken entziehen.Die roten ovalen Steinfrüchte reifen schon im August heran und sind als aromatische Früchte bei unseren Wildtieren sehr begehrt. Allein 17 Säugetiere und 15 Vogelarten mögen diese Früchte.
Die Marmelade aus Kornelkirschen ist ein Gaumenkitzel; mit das Beste, was Mutter Natur zu bieten hat.
Optisch verabschiedet sich die Kornelkirsche dann im Herbst mit einem goldgelben Farbenspektakel der Blätter.
Wer mag sich jetzt noch weigern, dieses schöne und interressante Gewächs zu pflanzen?



